Dienstag, 12. April 2011

Dear Dairy...

... es wurde aber auch langsam Zeit...!

In letzter Zeit war mein Leben oftmals einfach turbulent und zog an mir vorbei, wie ein Zug, den man nicht stoppen kann, dem man nicht mehr hinterher rennen kann um ihn aufzuhalten oder um noch einmal einzusteigen. Wenn er einmal abgefahren ist, dann ist er abgefahren.

Klingt sehr sehr poetisch, ich weiß, aber umso mehr Gedanken in meinem Kopf herum schwirren, umso mehr versuche ich diese Gedanken mit Gefühlen und Wortempfindungen zu verarbeiten.

Mein Bein und mein Arm tut mir weh, ich habe oftmals taube Beine und geschwollene Füße, ich weiß ich müsste zum Arzt gehen, aber ich weiß was der mir sagen würde. Durchblutungsstörungen.
Nicht zuletzt trage ich daran die Hauptschuld. Nur leider ist im Leben vieles einfach so verlockend, und so zerstörend, dass man sich wünschte sich nie auf etwas eingelassen zu haben.

Ich habe 1,5 Jahre lang versucht die Folgen meiner Krankheit auszublenden, habe versucht sie zu vergessen und habe mich gezwungen das Leben zu genießen. Genießen habe ich so definiert, wie 'nichts auslassen', 'alles ausprobieren' und 'aufjedenfall amüsieren'. Ich bin keine Partymaus, die jedes Wochenende auf Dacke ist - das würde ich auch gar nicht jedes Wochenende aushalten, davon ab. Aber wenn ich gefeiert habe, dann habe ich so ziemlich alles mitgemacht - wobei ich sagen muss, am Alkohol hats nie gelegen.

Mittlerweile blicke ich auf diese Zeit zurück und ärgere mich, weil ich damals einfach nicht im richtigen Moment 'nein' sagen konnte.

Bis jetzt habe ich in Rätseln gesprochen, aber weil ihr als meine Leser ein offenes Wort verdient, werde ich euch direkt konfrontieren.

Für einige von euch mag es eine Lapalie sein, für mich bedeutet es ein weiteres Einbüßen meiner Gesundheit auf Grund des Konsums.

Es geht um Zigarettensucht.

Ich nenne es bewusst nicht mehr rauchen, sondern Zigarettensucht, weil ich finde, dass man so den so nötigen Abstand von einer Sache gewinnen kann, der zwingend notwendig ist, wenn man an seine Gesundheit denken möchte.

Ich habe 1,5 Jahre vor Entdeckung meiner Krankheit begonnen Zigaretten zu konsumieren - das war mittlerweile vor gut 4 Jahren.
Während meiner Krankheit habe ich nicht geraucht.
Ca. 1,5 Jahre nach meiner Krankheit habe ich in Partystimmung wieder zur ersten Zigarette gegriffen - fatal. Natürlich bin ich nicht sofort wieder eingestiegen, aber langsam aber sicher steigerten sich die Male.

Ich bin kein Kettenraucher und rauche auch so in meiner Freizeit nicht, viel mehr nur in Gesellschaft und bei Gelegenheit.

Trotzdem ziehe ich hiermit auch öffentlich einen Schlussstrich, weil ich den 'öffentlichen Druck' brauche um mich zu entwöhnen und immer mehr an eine ausgeglichene Nici zu gewöhnen.

Nicht nur die Zigarettensucht möchte ich ablegen, ich möchte mich auch mehr bewegen, die Natur bewusster und intensiver erleben. Ich möchte einfach frei von Druck, frei von Zwängen und aufgezwungenen Bedürfnissen sein. Ich möchte mich selbst nicht zwingen um 'das Leben genießen' zu können.

Ich kann das Leben genießen ohne mich zu quälen.


Um an dieser Stelle noch einmal ganz klar zu verdeutlichen:
Rauchen ist absolut schädlich und wird von mir aus in keinster Weise unterstützt. Es begünstigt Krankenheiten und schädigt euer Leben und euch selbst!!!

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